Startseite // Fachgruppen // Visuelle Kommunikation // Publikationen von Mitgliedern der FG

 

2017

Visuelle Zeitschriftengestaltung. Nachrichtenmagazine als multimodale Kommunikationsformen 


Zeitschriften zeichnen sich als populäre Printmedien durch eine besondere visuelle Gestaltung aus. Die vorliegende Studie untersucht visuelle Zeitschriftengestaltung aus multimodaler Perspektive. Das Buch bietet eine Bestandsaufnahme der Zeitschriften- und Multimodalitätsforschung und erläutert an einem Modell, wie sich multimodale Medienkommunikation im Allgemeinen und der kommunikative Gestaltungsspielraum von Zeitschriften im Speziellen aus handlungsorientierter Perspektive konzeptualisieren lassen. Mit einer Analyse deutschsprachiger Nachrichtenmagazine wird der Ansatz empirisch erprobt, einzelne Bausteine des Designs im Detail untersucht und typische Muster der visuellen Gestaltung von Magazinen herausgearbeitet. Als Beitrag zur Zeitschriftenforschung und zur Linguistik multimodaler Kommunikationsformen verknüpft die Studie damit medienlinguistische und medienwissenschaftliche Ansätze.

BUCHINFORMATIONEN:

Daniel Pfurtscheller: Visuelle Zeitschriftengestaltung. Nachrichtenmagazine als multimodale Kommunikationsformen.
Innsbruck: iup
Beiträge zur Kulturwissenschaft. Germanistische Reihe, Band 86 
2017. 207 Seiten. 
ISBN: 978-3-901064-49-4

 

Integrative Framing Analysis. Framing Health through Words and Visuals

Much of framing scholarship focuses either exclusively on the analysis of words or of visuals. This book aims to address this gap by proposing a six-step approach to the analysis of verbal frames, visual frames and the interplay between them—an integrative framing analysis. This approach is then demonstrated through a study investigating the way words and visuals are used to frame people living with HIV/AIDS in various communication contexts: the news, public service announcements and special interest publications. This application of integrative framing analysis reveals differences between verbal frames and visual frames in the same messages, underscoring the importance of looking at these frames together.

BUCHINFORMATIONEN:

Viorela Dan: Integrative Framing Analysis. Framing Health through Words and Visuals
Routledge: New York
2018. 170 pages. 
ISBN: 9781138046368

2015

Dokumentarische Bildinterpretation

Die Konstitution unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit durch Bilder, die – massenmediale wie auch private – Verständigung im Medium des Bildes, ist ein hervorstechendes Merkmal unserer gegenwärtigen Alltagskultur. Um dieser Verschiebung vom Wort zum Bild auch empirisch Rechnung zu tragen, gilt es einen Zugang zur Eigenlogik des Bildes zu erschließen. Hier setzen die AutorInnen an und schließen damit eine Lücke in der sozialwissenschaftlichen Analyse. Auf Basis der Dokumentarischen Methode wird die Analyse von Bildern in ihrer Vielschichtigkeit herausgestellt. Insbesondere zeigen ausgewählte Analysebeispiele die forschungspraktische Anwendung dieser Art der Bildinterpretation.

Buchinformation:

Bohnsack, Ralf; Michel, Burkard; Przyborski, Aglaja (2015):
“Dokumentarische Bildinterpretation”
Leverkusen: Budrich Verlag
383 S.
ISBN: 978-3-8474-0110-0

 

Mediatisierung visuell

 
Die Dissertationsschrift gliedert sich in drei Teile, die aufeinander aufbauen und miteinander verschränkt sind, die als Debattenbeiträge aber auch für sich selbst stehen und gelesen werden können.

Erstens werden Perspektiven für eine Visuelle Mediatisierungsforschung ausgelotet bzw. Brücken gebaut, um Mediatisierung und Visualisierung bzw. Visuelle Kommunikation als Forschungsfelder in den Dialog zu setzen. Als ein heuristisches Gerüst, unter dem verschiedenste Forschungen verortet und betrieben werden können, wird vorgeschlagen, Visuelle Mediatisierungsforschung theorie- und denklogisch rückzubeziehen auf die Transformation und Restrukturierung kommunikativer Situationen.

Zweitens werden ausgehend von der Diagnose bzw. den Postulaten des sogenannten „iconic turn“ kommunikations- und handlungstheoretische Fragen behandelt. Das Verständnis von Kommunikation als soziales Handeln bzw. Sinn- und Bedeutungsgebung fußt seinen Ursprüngen nach auf sprachtheoretischen Grundlagen und Annahmen. Vor diesem Hintergrund vollziehen die Ausführungen eine dialektische Exploration, in der an diesen Grundlagen festgehalten, zugleich aber auch Vermittlungen und Öffnungen gesucht und benannt werden. Das führt in erster Linie dazu, präsentischen Dimensionen von Interaktion und Kommunikation mehr Gewicht zu verleihen und über das Verhältnis von (Bild-)Kommunikation als Handeln und Praxis nachzudenken.

Drittens wird eine Studie präsentiert, die sich mit dem Wandel privater Bildpraxis beschäftigt und einen empirisch gestützten Beitrag zu einer Visuellen Mediatisierungsforschung leisten will. Auf der Basis einer historischen Rekonstruktion privater Fotografiepraxis in analogen Zeiten sowie dem sukzessiven Wandel jugendlicher Medienumgebungen werden empirisch-qualitativ der Umgang von Jugendlichen mit Bildern in Netzwerkplattform nachvollzogen, spezifische Aneignungsfoki herausgearbeitet und abschließend einer mediatisierungstheoretischen Reflexion unterzogen.

Buchinformation:

Reißmann, Wolfgang (2015):
“Mediatisierung visuell”
Baden-Baden: Nomos Verlag
393 S.
ISBN: 978-3-8487-2484-0

 

Bild Bildung

Neue und fachübergreifende Zugänge zum «Lesen» von Bildern. Bilder sind nicht einfach Abbilder. Es sind Ge-Bilde, die einer eigenen spezifischen Grammatik folgen. Bilder lesen heisst, über diese Grammatik Bescheid zu wissen und die komplexen und vielschichtigen Bildaussagen souverän entschlüsseln zu können. Anhand von anschaulichen Diagrammen und unmittelbar einleuchtenden Bildbeispielen und Erläuterungen erwirbt sich die Leserin / der Leser von Bild-Bildung die für das «optische Zeitalter» unabdingbare Bildkompetenz.

Buchinformationen:

Doelker, Christian (2015):
“Bild Bildung”
Elsau: alataverlag
196 S.
ISBN: 978-3-033-04830-0

 

Grundlagen der visuellen Kommunikation. Theorieansätze und Analysemethoden

Wie lassen sich Bilder beschreiben, analysieren und interpretieren? Marion G. Müller gibt anhand zahlreicher Beispiele aus Bildjournalismus, Werbung und Film eine praktische Einführung in die Analyse visueller Phänomene.

In einem zweiten Schritt stellt sie unterschiedliche Forschungsansätze aus Philosophie, Psychologie, Sprachwissenschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Sozialwissenschaften und Kunstgeschichte vor, die sich mit visueller Kommunikation befassen. Übungsaufgaben, Checklisten für Bildanalysen und Tipps für Präsentationen ergänzen das Lehrbuch.

Buchinformationen:

Müller, Marion G.; Geise, Stephanie (2015):
“Grundlagen der visuellen Kommunikation. Theorieansätze und Analysemethoden“
Konstanz: UVK
300 S.
ISBN: 9783825224141

 

2014

Die Bilderwelten der Social Network Sites

Kommunikation im Social Web ist geprägt von kommerziellen Bildern und privaten Fotografien. Im Band werden die visuellen Strategien und Handlungsorientierungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Social Network Sites untersucht. Inhaltlicher Fokus ist die Bedeutung dieser Bilder für Prozesse der (Peer-)Vergemeinschaftung und Identitätsaushandlung.

Buchinformationen:

Autenrieth, Ulla (2014):
“Die Bilderwelten der Social Network Sites. Bildzentrierte Darstellungsstrategien, Freundschaftskommunikation und Handlungsorientierungen von Jugendlichen auf Facebook und Co.“
Baden-Baden: Nomos
321 S.
ISBN: 978-3-8487-0965-6

 

Visuelle Stile. Zur Sozialsemiotik visueller Medienkultur und konvergenter Design-Praxis

Welche kulturelle Praxis stellt visuelle Kommunikation in mediatisierten Alltagswelten dar? Wie lässt sich der soziale Sinn von Design in konvergenzkulturellen Settings erfassen?
Stefan Meier entwirft ein sozialsemiotisches Modell zur Konzeptualisierung und Analyse visueller Stil-Praktiken. Er macht so die kontextabhängige Produktion zeichenhafter (Medien-)Materialitäten zur performativen Vermittlung von Funktion, Identität/Image und Vergemeinschaftung systematisch fassbar. Das Buch stellt damit eine angewandte (Medien-)Designtheorie dar, die an zahlreichen Beispielen aus den Handlungsfeldern Journalismus, Wirtschaft und Populärkultur veranschaulicht wird. Es bietet so ein praktisches Begriffs- und Analyseinstrument für die Medien- und Designforschung sowie für die (Medien-)Gestaltungspraxis in gleicher Weise.

Buchinformationen:

Meier, Stefan (2014):
„Visuelle Stile. Zur Sozialsemiotik visueller Medienkultur und konvergenter Design-Praxis“
Bielefeld: trancsript
312 S.
ISBN: 978-3-8376-2698-8

 

2013

Terrorismusberichterstattung in Fernsehnachrichten: visuelles Framing und emotionale Reaktionen

Die Studie verbindet das Konstrukt Bild mit dem Framing-Ansatz und emotionspsychologischen Konzepten am Forschungsgegenstand visuelle Terrorismusberichterstattung. Dabei wird untersucht welche visuellen Framingstrategien in deutschen Fernsehnachrichten über Terrorismus eingesetzt und welche emotionalen Reaktionen durch die einzelnen Bilder ausgelöst werden.

Studie 1 führt eine quantitative Bildanalyse der Terrorismusberichterstattung von 2007-2009 durch und identifiziert visuelle Framingstrategien. Zur Bestimmung der Emotionalisierungsstärke dieser visuellen Framingstrategien werden empirisch erstellte Valenz-, Arousal- und Angstindizes mit den inhaltsanalytisch gewonnenen Daten verknüpft und angewendet. Dafür werden in einer explorativen Rezeptionsstudie (Studie 2) emotionale Reaktionen auf Einzelbildebene getestet. Das Bild fungiert als kleinste Einheit und stellt als solches ein Frame-Element dar. Mehrere Bildeinheiten formen folglich eine visuelle Framingstrategie.

Buchinformationen:

Haußecker, Nicole (2013):
„Terrorismusberichterstattung in Fernsehnachrichten: visuelles Framing und emotionale Reaktionen“
Baden-Baden: Nomos
266 S.
ISBN: 978-3-8329-7858-7

 

 2012

Visuelle Kommunikationsforschung. Medienbilder als Herausforderung für die Kommunikations- und Medienwissenschaft

Eine Metaanalyse kommunikationswissenschaftlicher und visueller Fachzeitschriften 1990-2009

Wir leben in einer visuellen Medienkultur, einer „visual culture“, in der wir ständig mit „Bildern“ verschiedenster Art konfrontiert sind: Werbung versucht, uns mit perfekt inszenierten Images zu verführen, Pressefotos lassen uns zu Augenzeugen entfernter Kriege und Katastrophen werden und Politiker streben danach, sich kameragerecht zu präsentieren. Aber auch im Alltag halten wir alle wichtigen Ereignisse fotografisch fest, um uns zu erinnern und sie mit anderen teilen zu können. Doch wie lassen sich Bilder entschlüsseln? Und wie ist die kommunikative „Macht der Bilder“ zu erklären?

Katharina Lobinger bestimmt den Ansatz der „Visuellen Kommunikationsforschung“ in Abgrenzung zu anderen Bildwissenschaften. Hierbei werden die zentralen Forschungsfelder herausgearbeitet: Bilder in Journalismus, in Werbung, Public Relations, politischer Kommunikation und in der mediatisierten Alltagskommunikation. In einer Metaanalyse untersucht die Autorin die Entwicklung, Etablierung und die Forschungsaktivitäten der „Visuellen Kommunikationsforschung“ in den letzten 20 Jahren und zeigt, mittels welcher Methoden welche Erkenntnisse in der bisherigen Forschung produziert wurden.

Das Buch wurde durch den Dissertationspreis „Medien – Kultur – Kommunikation“ ausgezeichnet.

Buchinformationen:

Lobinger, Katharina (2012):
„Visuelle Kommunikationsforschung. Medienbilder als Herausforderung für die Kommunikations- und Medienwissenschaft.“
Reihe „Medien – Kultur – Kommunikation“
Wiesbaden: VS-Verlag
344 S., 24 Abb., 14 Tab.
ISBN: 978-3-531-18137-0

 

Interaktionale Rezeptionsforschung. Theorie und Methode der Blickaufzeichnung in der Medienforschung

Grundlagen und Methode einer interaktionalen Rezeptionstheorie

Ziel des Bandes ist es, den Begriff der Interaktivität für die Rezeptionsforschung fruchtbar zu machen. Dementsprechend werden Befunde aus verschiedenen Blickaufzeichnungsstudien vorgestellt und in einen rezeptionstheoretischen Zusammenhang eingeordnet. Die Besonderheit des Ansatzes besteht darin, dass Rezeptionsdaten auf die spezifischen Strukturmerkmale der Medienangebote rückbezogen werden. Medienkommunikation wird im Rahmen eines interakationalen Paradigmas als multimodales Kommunikationsangebot verstanden, dessen Rezeption darin besteht, textliche, sprachliche, auditive, visuelle, typographische und designerische Zeichensysteme zu integrieren. Rezeption ist auf diesem Hintergrund immer mit Selektionsprozessen und Relevanzentscheidungen der Rezipienten verbunden. Diese Aspekte der Aufmerksamkeitsorganisation werden in den Blickdaten manifest. 

Buchinformationen:

Bucher, Hans-Jürgen; Schumacher, Peter (Hrsg.) (2012):
„Interaktionale Rezeptionsforschung. Theorie und Methode der Blickaufzeichnung in der Medienforschung.“
Wiesbaden: VS-Verlag
350 S., 93 Abb.
ISBN: 978-3-531-93166-1

 

Special Issue Methodologies for Multimodal Research der Fachzeitschrift Visual Communication (11/3)

Mehrere Mitglieder der Fachgruppe Visuelle Kommunikation haben am Special Issue Methodologies for Multimodal Research der Fachzeitschrift Visual Communication mitgewirkt:

“The present special issue presents and discusses prominent methods and tools for multimodal analysis and reception. It comprises a set of six papers and a book review and brings together international researchers from Germany, Sweden, Denmark, United States and Singapore representing various disciplines: communication and media studies, social semiotics, cognitive science, educational psychology, health studies and visual communication. The methods include content analysis, social semiotic analysis, eye tracking measurements – in combination with think aloud protocols and retrospective interviews – as well as iconology and psychophysiological real time measurements” (Jana Holsanova)

 

 2011

Vision that matters: Die Funktions- und Wirkungslogik Visueller Politischer Kommunikation am Beispiel des Wahlplakats

Ausgehend von der Erkenntnis, dass sich Visuelle Kommunikation als ein spezifischer Funktions- und Wirkungsmodus präsentiert, der eigenständige Wahrnehmungs-, Rezeptions- und Wirkungsmodi bedingt, zielt Stephanie Geise auf die theoretische Fundierung und methodische Analyse der zu Grunde liegenden Funktions- und Wirkungslogik Visueller Politischer Kommunikation am Beispiel des Wahlplakats. Diese spezifiziert sie anhand von relevanten Rezeptions- und Wirkungsstufen im Wahrnehmungsprozess, operationalisiert sie methodisch und analysiert sie empirisch. Die Autorin zeigt, dass der Einsatz von Visueller Kommunikation innerhalb der skizzierten Wirkungsstufen zu den – auf Basis der Besonderheiten Visueller Kommunikation prognostizierten – Medienwirkungen führt.

Buchinformationen:

Geise, Stephanie (2011):
„Vision that matters. Die Funktions- und Wirkungslogik Visueller Politischer Kommunikation am Beispiel des Wahlplakats.”
Wiesbaden: VS-Verlag
416 S., 42 Abb.
ISBN: 978-3-531-17819-6

 

2010

The Routledge Handbook of Emotions and Mass Media

The impact of mass media on individuals and society is to a great extent based on human emotions. Emotions, in turn, are essential in understanding how media messages are processed as well as media’s impact on individual and social behavior and public social life.

Adopting an interdisciplinary approach to the study of emotions within a mass media context, the Handbook of Emotions and Mass Media addresses areas such as evolutionary psychology, media entertainment, sociology, cultural studies, media psychology, political communication, persuasion, and new technology. Leading experts from across the globe explore cutting-edge research on issues including the evolutionary functions of mediated emotions, emotions and media entertainment , measurements of emotions within the context of mass media, media violence, fear-evoking media, politics and public emotions, features , forms and functions of emotions beyond the message, and provide the reader a glimpse into future generations of media technology.

This compelling and authoritative Handbook is an essential reference tool for scholars and students of media, communication studies, media psychology, emotions, cultural studies, sociology, and other related disciplines.

Buchinformationen:

Döveling, Katrin; von Scheve, Chrtistian; Konijn, Elly A. (Hg.) (2010):
„The Routledge Handbook of Emotions and Mass Media.”
New York: Routledge
448 S.
ISBN: 978-0-415-48160-1

 

2008

Global, lokal, digital : Fotojournalismus heute 

Der Fotojournalismus hat in Deutschland seit den 1990er-Jahren an Bedeutung gewonnen, wie jeder Blick in Zeitungen, Zeitschriften und journalistische Online-Angebote beweist. Gleichzeitig unterliegt er rasanten Entwicklungen, die durch digitale Techniken und durch die Globalisierung des Bildermarktes in Gang gekommen sind.

Wie arbeitet der Fotojournalismus unter den Bedingungen eines zunehmend globalisierten Marktes und der digitalen Technik? Wie entstehen Pressefotos, wie werden sie auf dem Markt distribuiert und in den Redaktionen selektiert? Welche Strukturen und Trends sind erkennbar und welche Konsequenzen hat dies am Ende des Produktionsprozesses für die Pressefotografie? Kultur-, Kommunikations- und Medienwissenschaftler bieten dazu Analysen. Interviewbeiträge mit Fotojournalisten und Bildredakteuren geben einen zusätzlichen Einblick in den aktuellen Arbeitsprozess.

Buchinformationen:

Grittmann, Elke;  Neverla, Irene; Ammann, Ilona (Hrsg.) (2008):
„Global, lokal, digital : Fotojournalismus heute.”
Köln: von Halem
336 S., 34 Abb., 21 Tab.
ISBN: 978-3-938258-64-4

 

Die Visualisierung des Sports in den Medien

Wie wird Sport in den Medien dargestellt? Diese Frage wurde bisher in dem noch sehr wenig erforschten Gebiet der Sportkommunikation vor allem im Hinblick auf die journalistische Darstellungsform untersucht. Der vorliegende Band fokussiert hingegen die visuelle Darstellung im Bereich Mediensport unter Berücksichtigung verschiedener relevanter Facetten.

Buchinformationen:

Schierl, Thomas (2008):
„Die Visualisierung des Sports in den Medien.”
Köln: von Halem
248 S., 31 Abb., 5 Tab.
ISBN: 978-3-938258-88-0

 

2007

Das politische Bild: Fotojournalismus und Pressefotografie in Theorie und Empirie 

Fotografien, seit fast 100 Jahren fester Bestandteil der Berichterstattung in der Presse, haben seit den 1990er Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Unter zunehmendem Konkurrenzdruck, deutlichem Leserschwund und im Zuge der Digitalisierung haben die Zeitungsverlage verstärkt auf Fotos als so genannte “Eye Catcher” gesetzt. Diese scheinbare Oberflächlichkeit hat der Pressefotografie vor allem in der politischen Kommunikationsforschung erhebliche Kritik eingebracht: Alte Topoi von der “Bilderflut”, der “Informationslosigkeit” und vom “Zerfall einer rational-argumentativen Sprachkultur” prägen die Diskussion. Die wissenschaftliche Aufarbeitung steht jedoch erst am Anfang und verläuft sich in den Bruchstellen zwischen den Fachgrenzen.

Angesichts dieser Situation hat sich die vorliegende Arbeit zum Ziel gesetzt, eine theoretische Fundierung und empirische Analyse zu leisten, die die Strukturen und Strategien der Pressefotografie als Teilbereich des Foto-Journalismus systematisch offen legt und insbesondere die pressefotografische Politikberichterstattung in den Blick nimmt. Für den Bereich des Fotojournalismus und der Pressefotografie wird zunächst ein Überblick über die bisherigen Forschungsansätze und -ergebnisse in Kommunikations-, Kultur- bzw. Bild- und Politikwissenschaft gegeben, der sich auch speziell auf die Politikberichterstattung bezieht. Pressefotografie ist eindeutig durch inhaltliche Konventionen und routinisierte Darstellungsweisen wie bildästhetische Gestaltungskriterien geprägt. In Anknüpfung an den Konstruktivismus, an kunstwissenschaftliche Bildtheorien und die Systemtheorie wird ein theoretischer Rahmen entwickelt, durch den sich diese spezifischen Strategien des Fotojournalismus bzw. der Pressefotografie als Teilsystem des Journalismus als “Programme” begreifen und beschreiben lassen. Gleichermaßen ist dieses Subsystem, wie der Journalismus selbst, durch kulturelle Vorstellungen geprägt, die sich als kulturelle Sinnkonstruktionen in der Berichterstattung manifestieren. Diese bislang vorrangig von der kulturwissenschaftlichen Pressefotografieforschung fokussierte kulturelle Sinnkonstruktion lässt sich durch Niklas Luhmanns Begriff der “Semantik” auch für Funktionssysteme theoretisch entwickeln.

Diese theoretische Neukonzeption schafft die Grundlage für eine empirische Analyse von Politik in der Pressefotografie. Mit Hilfe bildwissenschaftlicher methodischer Grundlagen, insbesondere des ikonografisch-ikonologischen Ansatzes, wurde ein inhaltsanalytisches Verfahren entwickelt, durch das die spezifischen visuellen Berichterstattungsmuster sowohl auf Motiv- als auch auf Darstellungsebene untersucht werden konnten. Darstellungsprogramme sind entscheidend durch die Leitidee der Authentizität geprägt. Auf der Ebene der Selektionsprogramme zeigt sich, dass sich in der politischen Pressefotografie ein Repertoire an Bildtypen ausgebildet hat, die Phasen des politischen Prozesses symbolisieren und damit spezifische Ideen von Politik aktualisieren.

Buchinformationen:

Grittmann, Elke (2007):
„Das politische Bild : Fotojournalismus und Pressefotografie in Theorie und Empirie.”
Köln: von Halem
504 S., 51 Abb., 58 Tab.
ISBN: 978-3-938258-31-6

 

2006

Medien und Emotionen: Evolutionspsychologische Bausteine einer Medientheorie

Buchinformationen:

Schwender, Clemens (2006):
„Medien und Emotionen: Evolutionspsychologische Bausteine einer Medientheorie.”
Wiesbaden: DUV
ISBN: 978-3-8350-9142-9

 

2005

Emotionen, Medien, Gemeinschaft: eine kommunikationssoziologische Analyse 

Welche Faktoren spielen bei der handlungsanleitenden Kraft der Emotionen eine Rolle und welche Funktion kommt hierbei den Medien zu? Die Autorin geht diesen Fragen nach und integriert die dialektische Dynamik des Bedürfnisses nach Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft und die Darstellungsweisen von Emotionen in die kommunikationswissenschaftliche Analyse. Erkenntnisse der Kommunikations- und Medienwissenschaft werden mit denen der Soziologie für eine Erforschung von Emotionen verbunden und für eine Untersuchung der gruppenspezifischen Berichterstattung innerhalb einer Fallstudie nutzbar gemacht.

Buchinformationen:

Döveling, Katrin (2007):
„Emotionen, Medien, Gemeinschaft: eine kommunikationssoziologische Analyse.”
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften
340 S.
ISBN: 978-3531142364

 

2003

Bild und Habitus

Bilder zeichnen sich durch eine eigentümliche Kombination von ikonischer Exaktheit und semantischer Unbestimmtheit aus: Obwohl auf den ersten Blick zu sehen ist, was auf einem gegenständlichen Bild ‚drauf’ ist, bleibt sein Sinn oftmals offen und vieldeutig. Erst in der Interaktion mit den Rezipierenden bildet sich der Sinn – und verändert sich mit ihnen. Wie die sinnerzeugende Interaktion abläuft, untersucht Burkard Michel unter Bezug auf die Habitustheorie Pierre Bourdieus und macht sie damit für die Medienrezeptionsforschung fruchtbar. Rezeptionsprozesse auf Basis des milieuspezifischen Habitus sind demnach nicht als rationalistische Akte ‚reiner Erkenntnis’, sondern als praktisches Handeln zu begreifen, das sich “jenseits von Bewusstsein und diskursivem Denken” (Bourdieu) vollzieht. Um diese präreflexive Sinnebene bei der Rezeption von Bildern empirisch zu rekonstruieren, wendet der Autor die Dokumentarische Methode nach Ralf Bohnsack in Verbindung mit dem Gruppendiskussionsverfahren exemplarisch an und entwickelt so die Umrisse einer “praxeologischen Rezeptionsforschung”.

Buchinformationen:

Michel, Burkard (2003):
„Bild und Habitus”
Wiesbaden: Springer VS
414 S.
ISBN: 978-3-531-90031-5

 

2002

Die politische Karikatur – eine journalistische Darstellungsform und deren Produzenten

Die hier vorliegende Arbeit sammelt Wesensmerkmale der politischen Karikatur und verknüpft sie unter Einbeziehung theoretischer Überlegungen zu einer für den Journalismus relevanten Definition. Diese Begriffsbestimmung wird ergänzt durch eine Kommunikatorstudie, die erste berufskundliche Daten über den politischen Karikaturisten liefert und diskutiert. Abschließend werden sowohl die theoretischen Betrachtungen als auch die Ergebnisse der Karikaturisten- studie zur Entwicklung eines Modells der politischen Karikatur herangezogen: Als spezielle Form der Politikdarstellung kommt ihr eine wichtige Aufgabe bei der Politikvermittlung durch Massenmedien zu. Die politische Karikatur stützt sich hierbei insbesondere auf die Vorleistungen der politischen Berichterstattung in ihrem Trägermedium. Das Verdienst des Karikaturisten besteht in der Selektion eines aktuellen und ergiebigen Themas sowie dessen Umsetzung mittels einer graphisch-satirischen Verkehrssprache in eine politische Karikatur. Das Publikum muß die Karikatur decodieren und erbringt überdies eine Reflexionsleistung. Die Karikatur selbst vollbringt somit ihren Anteil zur Kritik und Kontrolle der Politik sowie auf seiten der Rezipienten ihren Beitrag zur Meinungs- und Willensbildung sowie zur Rekreation und Unterhaltung.

Buchinformationen:

Knieper, Thomas (2002):
„Die politische Karikatur: eine journalistische Darstellungsform und deren Produzenten.”
Köln: von Halem
348 S., 100 Abb.
ISBN: 978-3-931606-43-5

 

Ein Bild ist mehr als ein Bild. Visuelle Kompetenz in der Multimedia-Gesellschaft

Bilder sind an der Macht. Sie überfallen uns, bedrängen uns, verfolgen uns. Sie täuschen Realität vor, bestimmen unser Handeln. Sind wir darauf vorbereitet, die Bilderflut zu bewältigen, Bildwirkungen zu durchschauen, mit Bildern sachkundig umzugehen? Jedes Bild ist mehr als ein Bild. Es birgt Geheimnisse, trägt vielschichtige Bedeutungen, die sich zu Kodes bündeln lassen. Bilderlesen will gelernt sein.

Dieses Buch liefert dazu einen Leitfaden. Es stellt Wissen bereit gegen Missverstehen, Scheinverstehen und Teilverstehen von Bildtexten. Es schärft die Bildwahrnehmung und das Beurteilungsvermögen. Es leitet an zu kompetenter Nutzung und wirkungsvoller Gestaltung von visueller Information.

Buchinformationen:

 Doelker, Christian (2002):
„Ein Bild ist mehr als ein Bild. Visuelle Kompetenz in der Multimedia-Gesellschaft.”
Stuttgart: Klett-Cotta
205 S.
ISBN: 978-3608916546

 

2001

Text und Bild in der Werbung: Bedingungen, Wirkungen und Anwendungen bei Anzeigen und Plakaten 

Text und Bild sind die grundlegenden Gestaltungsmittel massenmedialer Kommunikation und somit auch der Werbung. Das Wissen um ihre Wirkweisen und Funktionen als auch die Beherrschung ihrer jeweiligen Codes sind eine notwendige Grundvoraussetzung für eine effektive Botschaftsübermittlung der Werbung.

Ausgehend von einer solchen grundlegenden Bedeutung dieser beiden Gestaltungsmittel werden die diversen Einflüsse von Text und Bild allgemein als auch spezifischer text-/bildlicher Gestaltungsvariablen dargestellt. Diese Darstellung erfolgt jeweils bezogen auf den Wahrnehmungs-, den Verstehens- und den Speicherungsprozeß als wichtigste Schritte innerhalb der Werbekommunikation. Ein zentraler Punkt dieser Untersuchung sind auch die grundsätzlich unterschiedlichen Funktionen von Text und Bild sowie ihre jeweiligen Interaktionen und Interdependenzen. Denn textliche und bildliche Kommunikate basieren auf ganz unterschiedlichen Codes mit generell unterschiedlichen Möglichkeiten und Grenzen. Ein empirischer Teil überprüft inwieweit bestimmte Erkenntnisse über die Wirkweise und Funktion von Text und Bild auch in die Werbepraxis Einzug gehalten haben.

Buchinformationen:

Schierl, Thomas (2001):
„Text und Bild in der Werbung: Bedingungen, Wirkungen und Anwendungen bei Anzeigen und Plakaten.”
Köln: von Halem
326 S., 67 Abb.
ISBN: 978-3-931606-31-2

 

1997

Politische Bildstrategien im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 1828-1996.

Das Buch basiert auf einer Analyse von über 500 Wahlplakaten und an die 100 Werbespots: eine Kulturgeschichte der amerikanischen Wahlwerbung von den ersten Wahlplakaten Andrew Jacksons bis zu Bill Clintons Werbespots. Aus der Synthese von politik- und kulturwissenschaftlichen Methoden wird deutlich, wie in repräsentativen Demokratien Politik im dem Bild betrieben wird und auf welchen Traditionen die verschiedenen Bildstrategien beruhen.

Buchinformationen:

Müller, Marion G. (1997):
„Politische Bildstrategien im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 1828-1996.”
Berlin: Akademie Verlag
443 S., 93 Abb.
ISBN:  978-3-05-002989-4