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Selbstverständnis

Selbstverständnis der Fachgruppe Werbekommunikation

Werbung ist in modernen Mediensystemen omnipräsent. Die Ausgestaltung, Wirkmechanismen, und Rezeption persuasiver Inhalte zu verstehen, diese kritisch zu beleuchten und in einen theoretischen Rahmen zu betten, ist die Aufgabe der Fachgruppe Werbekommunikation. Werbeforschung umfasst somit in dem Selbstverständnis der Fachgruppe einerseits Persuasions- und Werbewirkungsforschung, behandelt aber andererseits auch gesellschaftskritische Perspektiven.

Das Spektrum dieser Fachgruppe ist entsprechend bewusst breit: Behandelt werden werbliche Inhalte im Kontext internationaler und interkultureller Kommunikation; die Perspektive der werblichen Einflussnahme auf journalistische Medienangebote; Fragen der Kommunikations- und Medienethik; sowie Medienkritik im Rahmen von Kommunikations- und Medienpolitik. Werbliche Kommunikation stellt eine Vielzahl von Herausforderungen an die Methodenentwicklung und kann zum Gegenstand medienökonomischer, -soziologischer, -linguistischer oder -pädagogischer Reflexion werden. Werbung stellt auf Märkten Öffentlichkeit für Organisationen her, erregt Aufmerksamkeit und erzeugt Aufregung; sie setzt massiv auf den Einsatz visueller Kommunikation und ist ein kaum zu übersehender Bestandteil unserer Alltagskultur. Werbung wirkt, wird rezipiert und genutzt – kurz: Werbung kann in den engeren Fokus aller Fachgruppen der DGPuK geraten. Und nicht obwohl, sondern eben weil dies so ist, braucht die Werbeforschung der Kommunikations- und Medienwissenschaft einen eigenen institutionellen Ort, von dem aus sich die fachbezogene Einheit all dieser differenten Zugänge beobachten lässt.
Die Fachgruppe Werbekommunikation versteht sich als ein Ort, an dem wissenschaftlich Forschende, Studierende und Praktiker zusammenkommen können, die Interesse an Werbekommunikation, ihren Anwendungen und ihrer Untersuchung haben, um sich systematisch über den Forschungsgegenstand „Werbekommunikation“ auszutauschen. Die Fachgruppe Werbekommunikation stellt somit ein Forum für werbebezogene Forschung und Evaluation dar; sie soll der Ort sein, an dem Forschungsdesiderata artikuliert und bearbeitet werden, und sie soll Impulse geben für zukünftige Forschung sowie Theorieentwicklung.

(Beruhend auf dem Selbstverständnispapier der 2011 gegründeten Ad-hoc Gruppe Werbekommunikation von Daniela Schlütz und Guido Zurstiege, aktualisiert durch Brigitte Naderer und Nils S. Borchers)